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    Für absolute Beginner:

    Das Zwiebelprinzip

    Die meisten von Euch werden es schon kennen, das Zwiebel- oder Lagenprinzip. Im Gegensatz zur Zwiebel hat der richtig gewandete Outdoorler außer seiner eigenen, nur drei Häute bzw Lagen:

    • 1. Unterwäsche 
    • 2. Isolationsschicht 
    • 3. Wetterschutz

     

    Lagen - und Materialinfo Funktionstextilien

    Die erste Lage

    Jeder Mensch schwitzt pro Tag rund einen halben Liter, bei Hitze und schweißtreibenden Aktivitäten können es bis zu sechs Liter werden. Nur so schafft es unser Körper, eine konstante Temperatur zu halten. Daher ist es die wichtigste Aufgabe der Funktionsunterwäsche, Schweiß von der Haut weg zu transportieren. Zudem soll sie gut sitzen, sie darf die Beweglichkeit nicht einschränken und keine Druckstellen verursachen. Sie soll ein angenehmes Körperklima halten und, last but not least, sie soll nicht stinken. 

    Auch die Nähte solltet Ihr unter die Lupe nehmen: Dicke Nähte können Druckstellen verursachen, da hat man am Abend schon mal den Nahtverlauf auf den Körper tätowiert. Daher sollten die Nähte flach sein. Am besten ist natürlich Unterwäsche, die nahtlos verarbeitet wurde. Es gibt dünne Sportunterwäsche und superwarme Thermounterwäsche. Die Isolationsfähigkeit seiner Wäsche wählt man je nach Witterung und geplanter Aktivität. Richtig übler Outdoor-Odeur entsteht nur bei synthetischer Unterwäsche. Frischer Schweiß ist übrigens völlig geruchlos, Gestank entsteht erst durch Bakterien, die natürlicherweise auf der Haut vorkommen und den Schweiß zersetzen. Wer länger unterwegs ist und zwischenmenschliche Probleme vermeiden möchte, greift lieber zu Wolle.

    Und da kommen wir schon zur grundlegenden Entscheidung: Wolle oder Kunstfaser?

    Wolle, wird auch bei Unterbekleidung immer beliebter. Und das zu Recht, denn sie hat den Syntheten einiges voraus.

    • Optimale Isolation: Wollfasern sind von Natur aus gewellt. So schließen sie viel Luft ein und bilden eine dicke Isolationsschicht. Daher wirkt Wolle Temperatur ausgleichend: sie kühlt bei Wärme und wärmt bei Kälte.
    • Guter Feuchtigkeittransport: Wollfasern sind hygroskopisch, sie nehmen Feuchtigkeit auf, ohne sich mit ihr zu verbinden. Die aufgenommene Feuchtigkeit geben sie an die trockenere Luft (also nach außen hin) wieder ab. So funktioniert der Feuchtigkeitstransport bei Wolle.
    • Trockenes und warmes Tragegefühl: Wolle nimmt Feuchtigkeit ins Faserinnere auf, die Faseroberfläche aber bleibt trocken. Wollunterwäsche fühlt sich also lange trocken an und wärmt auch noch, wenn sie feucht ist.
    • Geruchsneutralität: Die Proteinmoleküle der Wollfaser verbinden sich mit den Abbauprodukten der Schweißbakterien und neutralisieren deren Geruch. Das ist der Grund, warum Wolle nicht mieft. Kann synthetische Unterwäsche da noch mithalten?

    Klar, es gibt auch etliche Gründe, die für Kunstfaser sprechen:

    • Günstiger Preis: im Vergleich zu Wolle muss man für eine Kunstfaser-Klamotte deutlich weniger berappen.
    • Einfache Pflege: Synthetische Unterwäsche lässt sich ohne Probleme und Sorgfalt in der Waschmaschine waschen, sie ist formstabil, geht nicht ein, verfilzt und flust nicht.
    • Trockenes Tragegefühl und Feuchtetransport: Kunstfaser nimmt Feuchte nicht auf, sondern leitet sie sofort weiter. So hält sie den Körper trockener als Wolle, die den Schweiß ja erstmal aufsaugt. Schwitzt man allerdings mehr als das Material weiterleiten kann, dann fühlt sich Kunstfaser unangenehm feucht an, da sie im feuchten Zustand nicht wärmt.
    • Schnelles Trocknen: Kunstfasern trocknen schneller als Wolle. So ist ein Kunstfaserhemd oft schon wieder trocken, wenn sich das Wollhemd noch klamm anfühlt.
    • Geringes Gewicht: Kunstfasern sind leichter als Wolle, was aber bei Unterwäsche nur für besessene Gewichtsoptimierer eine Rolle spielen sollte.

    Es gibt also kein gut oder schlecht. Ihr müsst einfach entscheiden, welche Unterwäsche für Eure nächste Reise, für Euren Geldbeutel oder für die Nase Eurer Freunde das Richtige ist. 


    Die zweite Lage

    FLEECE ist ein warmer, weicher und leichter Webpelz aus Polyester. Polyester ist wasserabweisend. Es saugt Schweiß und Wasser also nicht auf. Der Schweiß wird weiter geleitet und wird das Fleece nass, trocknet es schnell. Fleecestoffe werden nach ihrer Dicke klassifiziert, das dünnste, 100er oder auch Microfleece, wiegt 100 Gramm pro Quadratmeter Stoff. Normal ist 200er, besonders warm 300er Fleece.

    POWERSTRETCH ist auch ein Fleece aber elastischer und etwas winddichter als Fleece und transportiert den Schweiß schneller nach außen.

    WOLLE ist wärmer als Fleece und Powerstretch, transportiert Feuchtigkeit etwa ebenso gut, wärmt auch wenn sie nass ist, ist aber schwerer als die Kunstfaserprodukte.

    Die dritte Lage

    Die Hardshells sind im Vergleich zum Softshell tatsächlich härter, also unflexibler und weniger elastisch. Dafür sind sie wasserdicht und lassen den Schweiß passieren. Dafür sorgt entweder eine mikroporöse Beschichtung, eine Teflonmembran mit Poren oder eine porenlose Membran, die Wassermoleküle absorbiert und in der Faser transportiert. Membranen mit Poren und mikroporösen Beschichtungen haben Poren, die so groß sind, dass Wasserdampf durchdringen kann, aber so klein, dass Regentropfen aufgehalten werden. Membranen ohne Poren leiten die Wassermoleküle direkt durch die Membran. Beide Systeme funktionieren nur, wenn der Dampfdruck und die Temperatur in der Jacke höher ist als Draußen. Die Temperaturdifferenz sollte ca. 15 Grad betragen. Bei großer Hitze und hoher Luftfeuchte funktioniert also keines der drei Systeme. Was oft vergessen wird: Alle Hardshells sind imprägniert, so dass Wassertropfen abperlen. Ist die Imprägnierung abgescheuert, saugt sich die oberste Lage mit Wasser voll und verhindert, dass die Körperfeuchte entweichen kann. Auch ein Hardshell muss also regelmäßig imprägniert werden.

    Mikroporöse Beschichtungen:

    Beschichtungen sind weniger atmungsaktiv als Membranen, und nicht so robust; sie sind für viele Zwecke aber ausreichend. Machst Du eher Tagestouren bei gutem Wetter und brauchst eine Jacke nur als Windschutz und für unerwartete Regenschauer? Dann ist eine Beschichtung gut genug.

    Membranen:

    Gibt‘s als microporöse Membran oder als porenlose. Verarbeitet als 2 oder 3 Lagen Laminat. Beim Zweilagenlaminat wird die Membran auf das Außengewebe auflaminiert. Auf der Innenseite schützt ein Futterstoff die Membran. Dieser ist nicht fest mit der Membran verbunden. Das trägt sich angenehm, ist aber für die Haltbarkeit im harten Outdooreinsatz nicht optimal. Beim Dreilagenlaminat wird daher auch das Innenfutter auf die Membran laminiert. So ist sie zwischen innerer und äußerer Lage vor Abrieb geschützt und auch dem Dauereinsatz mit einem schweren Rucksack gewachsen. Als Zwischen-Dingens gibt es noch das 2,5 Lagen Laminat. Hier wird auf das Innenfutter verzichtet, statt dessen werden nur einzelne Polymerpunkte zum Schutz der Membran angebracht.

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